Journalistin | Redakteurin | Moderatorin | Deutschland-Expertin / Korrespondent | in Hilversum & Berlin
In „Goedemorgen Nederland“ über den deutschen Staatsbesuch in den Niederlanden
Die Deutschland-Expertin Ulrike Nagel in der Sendung „Goedemorgen Nederland“ auf WNL über den deutschen Staatsbesuch in den Niederlanden.
In diesem Video aus der Sendung „Goedemorgen Nederland“ (WNL) spricht die Politikreporterin Ulrike Nagel über den Staatsbesuch des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in den Niederlanden sowie über die allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern.
Die Deutschland-Expertin Ulrike Nagel in der Sendung „Goedemorgen Nederland“ auf WNL über den deutschen Staatsbesuch in den Niederlanden.
Hier sind die wichtigsten Punkte aus dem Gespräch:
Der Staatsbesuch und die Rolle des Bundespräsidenten Zeremoniell und symbolisch: Der Bundespräsident bekleidet das höchste Amt in Deutschland, doch seine Rolle ist vor allem neutral und symbolisch [01:39]. Dies im Gegensatz zum niederländischen Königspaar, das aufgrund seiner Bekanntheit in Deutschland oft Türen öffnet [01:46]. Abschiedsbesuch: Steinmeier ist seit 2017 Bundespräsident und seine Amtszeit läuft im März nächsten Jahres aus [02:16]. Dies ist sein letzter Staatsbesuch in den Niederlanden [02:23]. Spekulationen über eine Nachfolge von Angela Merkel werden von ihr selbst in aller Deutlichkeit dementiert [03:50].
Die Deutschland-Expertin Ulrike Nagel in der Sendung „Goedemorgen Nederland“ auf WNL über den deutschen Staatsbesuch in den Niederlanden.
Programm des dreitägigen Besuchs Historische Bedeutung: Der Besuch beginnt in Amsterdam mit einer Kranzniederlegung am Nationaldenkmal auf dem Dam und einem Besuch im Holocaust-Museum [02:44], [03:19]. Die jüdische Geschichte und die Kriegsgeschichte bleiben stets ein wichtiger und belasteter Bestandteil der deutsch-niederländischen Beziehungen [02:56]. Wirtschaftlicher Schwerpunkt: Am zweiten und dritten Tag verlagert sich der Schwerpunkt auf Wirtschaft und Handel, mit Besuchen im Rotterdamer Hafen und beim Chipmaschinenhersteller ASML [14:36]. Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen Handelsinteressen: Die Niederlande und Deutschland sind die wichtigsten Handelspartner des jeweils anderen, mit einem jährlichen Handelsvolumen von mehr als 200 Milliarden Euro [05:46]. Politische Abkühlung: Unter der vorherigen Regierung (Schoof) hatten sich die Beziehungen auf Regierungsebene etwas abgekühlt [05:14].
Die Deutschland-Expertin Ulrike Nagel in der Sendung „Goedemorgen Nederland“ auf WNL über den deutschen Staatsbesuch in den Niederlanden.
Deutschland (unter Bundeskanzler Scholz) empfand die Beteiligung der PVV an der niederländischen Regierung aufgrund der eigenen innenpolitischen Verhältnisse und der „Brandmauer“ (Cordon sanitaire) gegen rechtspopulistische Parteien wie die AfD als heikel [06:30], [06:53]. Minister Rob Jetten hat inzwischen eine Wiederannäherungsinitiative gestartet, um die Beziehungen wieder zu festigen [05:21]. Grenzregionen und Kultur: Trotz politischer Verschiebungen in den Hauptstädten gibt es in den Grenzregionen (wie Nordrhein-Westfalen) gerade eine sehr enge, tägliche Zusammenarbeit in den Bereichen öffentlicher Nahverkehr, Feuerwehr und Wirtschaft [11:11]. Zudem fahren viele Niederländer nach Deutschland, da Grundnahrungsmittel, Drogerieartikel und Alkohol dort im Allgemeinen günstiger sind [11:55].