Ich darf noch einmal!

So war es also nicht ganz geplant.

Autoreisen im Winter sind nichts für Zweijährige, und deshalb hatten wir beschlossen, den Zug zu nehmen.

S-Bahn im Winter
S-Bahn im Winter

Die immer fährt – außer am vergangenen Freitag.

Zuerst stand auf der Anzeigetafel in Hengelo „12 Minuten“. Dann „27“. Und dann teilte mir die Website der Deutschen Bahn auf meinem Minicomputer mit, dass heute alle Züge von Schiphol nach Berlin aus dem Fahrplan gestrichen würden. Ohne Ersatz.
An der Oberleitung hing zu viel Eis.

Wir holten das Auto wieder ab, erklärten unserem Sohn, dass der Zug heute nicht fährt (was er erstaunlicherweise gut hinnahm), und schliefen dann eine Nacht in Drenthe darüber.

Also sind wir eben mit dem Auto gefahren, und dank unseres Allradantriebs (von dem Freund J. in den letzten Tagen gar nicht genug schwärmen kann) konnten wir die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum einen Tag später auspacken.

Jetzt ist Max bei Oma im Wald untergebracht, und wir sind in die Großstadt gefahren. Dort wartet morgen und übermorgen zwischen den Schneebergen noch jede Menge Arbeit auf mich. Denn ich werde wieder bei der RBB Abendschau arbeiten, wo ich bereits im März zwei Wochen lang Reportagen drehen durfte.

Es sind zwar nur zwei Tage, und doch: Plötzlich für jemand anderen zu arbeiten, ist eine Herausforderung, lässt meine Nerven auf Hochtouren laufen und sorgt dafür, dass ich mich noch mehr ins Zeug lege als sonst. Das kann also nur gut gehen. (Und mein Chef hat nichts dagegen.)

Außerdem sind das vorerst WIRKLICH meine letzten beiden Berichte, bevor ich am 4. Januar meine neue Stelle antrete. Irgendwie komisch.

Ich freue mich darauf. Und heute habe ich mir Schneestiefel gekauft, damit ich morgen früh pünktlich an meinem Arbeitsplatz ankommen kann.