Drehen, montieren, drehen, montieren, drehen … usw.

Ich habe vollgepackte Tage. Für die neue Sendung „Rbbum4“ bin ich einmal im Monat eine ganze Woche lang unterwegs. Jeden Tag an einem anderen Ort, jeden Tag mit anderen Menschen, jeden Tag lerne ich neue Dinge und stelle dumme Fragen. Im Ernst, ich sage es immer wieder: Es ist einfach ein supertoller Job. Meine einzige Einschränkung: Drehen zwischen 9 und 12 Uhr (und wirklich nicht länger), dann einen Ort suchen (am liebsten mit einem leckeren Mittagessen, einer Steckdose und natürlich einem Tisch und einem Stuhl). Und dann bis drei Uhr nachmittags schneiden, denn das ist meine Deadline.

Ulrike Nagel aan het monteren
Ulrike Nagel beim Schneiden

 Dann renne ich mit meinem Laptop nach draußen, stehe oft draußen mit dem Chefredakteur, der meinen Beitrag bewertet, und steige dann schnell in den SP1-Wagen ein (nein, ich weiß auch nicht, was das bedeutet, aber da sitzen drei Leute und es gibt jede Menge Knöpfe), um ihn ins System hochzuladen. Danach setze ich die Kopfhörer mit Mikrofon auf und spreche den Voice-Over-Text ein – und das muss in diesem Wagen auf Anhieb klappen.

RBB Regie

Letzten Freitag und heute bin ich auf diese Weise über die Grüne Woche geschlendert, Deutschlands größte Lebensmittelmesse und vielleicht sogar die größte Europas. Man kann sagen: mindestens zehn riesige Hallen voller Lebensmittel aus aller Welt. Dann schleppe ich mich mit meinem vollen und schweren Kamerarucksack und meinem Stativ durch die Hallen. Heutzutage auch mit meinem dicken Wintermantel und einer langen Unterhose, denn ja, draußen sind es -3 Grad und man muss auf alles vorbereitet sein.

RBB UM4 zender-vrachtwagen

Glücklicherweise tauchen dann sofort nette Leute auf. An die ich mich aus purer Not sofort klammere, um zu fragen, wo ich meine Sachen abstellen kann. Den ich dann ein kleines Mikrofon gebe und mit denen ich dann sofort ohne Umschweife mit dem Filmen beginne – Vorgespräche – dafür habe ich keine Zeit. Zur Hälfte der Dreharbeiten stelle ich dann zum Glück meistens fest, dass ich mit meiner Zeit doch ganz gut dran bin. Dann setze ich mich auch mal hin und unterhalte mich einfach ohne Kamera mit dem Koch, dem Stallmeister, dem Metzger, dem Tischler, dem Bauern, dem Studenten, dem Historiker. Nach zwei oder drei Stunden verabschiede ich mich meist schon wieder, aber es sind schöne kleine persönliche Begegnungen, die zu kleinen, feinen Porträts führen.

Ulrike Nagel aan het monteren op de laptop

Morgen ist wieder ein neuer Tag. Und eine neue Geschichte.

Ulrike Nagel aan het monteren op de laptop
Ulrike Nagel beim Schnitt am Laptop

Sendung vom Freitag, 15. Januar, mit Hendrik Haase über die Grüne Woche (RBB, Link funktioniert nicht mehr) (ab ca. 8’00)

Sendung vom Montag, 18. Januar, Zusammenfassung Brandenburghalle, Grüne Woche (RBB, Link funktioniert nicht mehr) (ab ca. 9’15)

(Sendungen sind in der Regel sieben Tage lang verfügbar)

Live lamp op bus

(Das Signal, dass niemand hereinkommen darf, denn dann lese ich gerade den Voiceover-Text)

De RBB UM4 bus met

Also nicht reinkommen! (passiert trotzdem)

Ulrike aan het monteren op de Macbook

Mittlerweile habe ich schon an (zu) verrückten Schnittplätzen gesessen. In einer kleinen Hütte auf einem Bauernhof, in der Bibliothek der Fachhochschule, in einem luxuriösen italienischen Restaurant, im Büro des Stallmeisters (mit Bett), im Büro eines Biologen, umgeben von Pflanzenproben. Und ich weiß fast nie im Voraus, wo ich sitzen werde. Bin also gespannt, was es morgen sein wird.

Eine Antwort auf „Drehen, montieren, drehen, montieren, drehen … usw.“

  1. Ontzettend leuk om te zien wat er allemaal achter zo'n TV-verslag zit. En knap dat je nog de tijd vindt er een blogpost over te schrijven, dank je wel!

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