Ulrike Nagel ist Moderatorin des Deutsch-Niederländischen Wasserstoff-Symposiums 2021

Am 6. Juli 2021 fand in Berlin bei der DIHK (Deutsche Industrie- und Handelskammer) das deutsch-niederländische Wasserstoff-Symposium in Anwesenheit von König Willem-Alexander und Königin Máxima statt. Ulrike Nagel moderierte diese Veranstaltung.

Ulrike Nagel is dagvoorzitter van het Duits-Nederlandse Waterstof-Symposium in Berlijn op 06-07-2021.
Ulrike Nagel ist Tagesvorsitzende des Deutsch-Niederländischen Wasserstoff-Symposiums in Berlin am 06.07.2021.

Symposium

Auf dem Symposium ging es vor allem um die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden, bei der jedes Land sein Fachwissen einbringt, um gemeinsam die Energiewende im Bereich Wasserstoff erfolgreich zu gestalten. König Willem-Alexander und Königin Máxima besuchten dieses Wasserstoff-Symposium am zweiten Tag ihres Staatsbesuchs.

Ulrike Nagel is dagvoorzitter van het Deutsch-Niederländisches Wasserstoff-Symposium 2021 in Berlijn op 06-07-2021.

Die Vorsitzende des niederländischen Arbeitgeberverbands VNO-NCW, Ingrid Thijssen, war die erste Rednerin. Sie blickte zurück auf die 1960er Jahre, als das Gasfeld in Groningen entdeckt wurde, von dem sowohl die Niederlande als auch Deutschland profitierten. „Das war einmal“, schloss sie ihre Einleitung. Jetzt sei Wasserstoff an der Reihe. „Wir haben die Gasleitungen, die leeren Gasräume unter der Erde und die betriebsbereiten Windparks. Diese Ressourcen müssen wir für nachhaltige Energie nutzen.“ Thijssen sieht Wasserstoff nicht nur als eine der Lösungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen, sondern auch als ein Mittel, das zur Wirtschaft beitragen kann, beispielsweise durch die Schaffung von Arbeitsplätzen. „Aber Veränderungen sind nie einfach. Das ist nicht so, als würde man einen Menschen zum Mond bringen, sondern eher eine ganze Menge Menschen zum Mars.“ Europa muss daher zusammenarbeiten und einen Binnenmarkt schaffen. Deutschland und die Niederlande müssen ein grenzüberschreitendes Netzwerk aufbauen, um gemeinsam blauen und grünen Wasserstoff zu produzieren.

Dr. Stefan Kaufmann, Innovationsbeauftragter für grünen Wasserstoff beim deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung, sprach unter anderem über den Ausbau von Windparks als wichtigen ersten Schritt. „Wenn wir darauf setzen, können wir auf eine wichtige Energiequelle aufbauen.“ Kaufmann sieht grünen Wasserstoff als die Chance des Jahrhunderts und Deutschland als Vorreiter bei Wasserstofflösungen. „Aber um erfolgreich zu sein, müssen wir zusammenarbeiten“, betont auch er. „Sowohl die deutsche als auch die niederländische Regierung ergreifen Initiativen, um ein starkes europäisches Netzwerk aufzubauen. Das Ziel: nicht nur Hindernisse beseitigen, sondern den Weg frei machen, um die Möglichkeiten für Wasserstoff voll auszuschöpfen.“

Der Hafen von Rotterdam ist ein wichtiges Bindeglied im Wasserstoffnetzwerk. „Als Hafen investieren wir in Transportmöglichkeiten für den Transport von Wasserstoff beispielsweise nach Nordrhein-Westfalen, aber auch weiter ins Hinterland“, so Allard Castelein, CEO der Hafenbehörde Rotterdam. „Die Entwicklungen im Bereich Wasserstoff schreiten rasend schnell voran, und wir sind mit Ländern weltweit im Gespräch, um zu sehen, wie wir dazu beitragen können.“ Als großen Vorteil nennt Castelein die Tatsache, dass Wasserstoff überall auf der Welt produziert werden kann. „Wir wollen jetzt die notwendigen Schritte für den Transport unternehmen und gehen davon aus, dass es 2030 eine erhebliche Nachfrage nach Wasserstoff geben wird. Sowohl national als auch weltweit.“

De presentatie van het Deutsch-Niederländisches Wasserstoff-Symposium 2021

Transport von Wasserstoff

Während der Podiumsdiskussionen wurde über den Transport von Wasserstoff sowie über Forschung und Innovation diskutiert. Laut Dr. Arnd Köfler, CTO von thyssenkrupp Steel Europe, muss die globale Wasserstoffwirtschaft jetzt beginnen. „Es gibt bereits viele Pläne, die wir umsetzen müssen.“ Han Fennema, CEO von GasUnie, betonte, dass die bestehenden Gasleitungen für Wasserstoff genutzt werden können. Laut Stefan Dohler, CEO von EWE, liegt die Herausforderung vor allem darin, dass nachhaltige Energie nicht immer verfügbar ist. „Der Wind weht nicht ständig und die Sonne scheint nicht immer. Deshalb müssen wir uns auch auf die Speicherung konzentrieren.“ Dohler sagt, dass wir vor allem das Gesamtbild betrachten und uns nicht zu sehr auf die einzelnen Puzzleteile konzentrieren sollten.

Forschung und Innovation

„Für die Produktion von Wasserstoff werden viel Wasser und Biomasse benötigt“, so Prof. Dr. Matthias Wesseling, Vizerektor der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (TU) in Aachen. „Aber unsere Oberflächengewässer sind begrenzt, unter anderem aufgrund immer häufiger auftretender Dürren.“ Laut Wesseling müssen wir uns daher mit recycelbarem Wasser, nachhaltiger Biomasse und nachhaltiger Energie befassen. Prof. Dr. Richard van de Sanden, wissenschaftlicher Direktor am Eindhoven Institute for Renewable Energy Systems, erklärt, dass unglaublich viel Wasserstoff produziert werden muss. „Das ist auch ein Grund für die Zusammenarbeit. Und wir müssen in die Ausbildung von Talenten investieren, um das Wissen über Wasserstoff weiter auszubauen.“ Katja Baumann, Geschäftsführerin bei MARIKO, fügte hinzu, dass Informationen über Nachhaltigkeit und Wasserstoff für Unternehmen zugänglich sein müssen. „Bringen Sie den Professor und das Unternehmen zusammen“, so Baumann.

Koning Willem-Alexander en Koningin Máxima bij het Duits-Nederlandse Waterstof-Symposium in Berlijn op 06-07-2021.
König Willem-Alexander und Königin Máxima beim Deutsch-Niederländischen Wasserstoff-Symposium in Berlin am 06.07.2021.

Podiumsdiskussion Shell und Siemens

Marjan van Loon, Präsidentin von Shell Niederlande, und Andreas Nauen, CEO von Siemens Gamesa Renewable Energy, sprachen über die Möglichkeiten für Europa und die Bedeutung der Zusammenarbeit. „Wir haben bereits große Projekte wie NorthH2 am Laufen“, erklärt Marjan van Loon. „Aber wir brauchen mehr Windparks dieser Art. Und Zusammenarbeit ist natürlich unverzichtbar – auch Energiesysteme machen nicht an der Grenze Halt“, so Van Loon. Andreas Nauen pflichtete dem bei und fügte hinzu, dass aufgrund der großen Nachfrage und Produktion viele Arbeitsplätze entstehen werden.

Keynote-Redner für das Königspaar

Nach den Podiumsdiskussionen traf das Königspaar zum Symposium ein und wurde von Peter Adrian, Präsident des DIHK, begrüßt. Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, und Mona Keijzer, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, hielten eine Keynote-Rede zum Thema Wasserstoff. Darüber hinaus konnten der König und die Königin ebenso wie die anderen Teilnehmer über eine Virtual-Reality-Brille die neuesten Wasserstoffprojekte bewundern.

Koning Willem-Alexander en Koningin Máxima bij het Duits-Nederlandse Waterstof-Symposium in Berlijn op 06-07-2021.
König Willem-Alexander und Königin Máxima beim Deutsch-Niederländischen Wasserstoff-Symposium in Berlin am 06.07.2021.

Staatssekretärin Keijzer und Bundesminister Altmaier hielten Reden über die deutsch-niederländischen Wirtschaftsbeziehungen, die Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff und den von beiden Ländern unterzeichneten Innovations- und Technologiepakt.

Nach der Vorführung eines Virtual-Reality-Films fanden verschiedene Gespräche statt, unter anderem über Zusammenarbeit, Nachhaltigkeit und Innovation.