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RTV Utrecht: NS sagt: „Alle kommen nach Hause“
Utrecht, 17. Dezember 2009 – Die Züge werden heute Nacht bis ein Uhr morgens weiterfahren, um alle Fahrgäste befördern zu können. Sollten dann noch gestrandete Reisende übrig sein, wird versucht, diese auf andere Weise nach Hause zu bringen. Reporterin Ulrike Nagel vom Bahnhof Utrecht Centraal.
Rund um Utrecht, wo am Donnerstag die größten Probleme auftraten, fahren heute Abend Shuttlebusse, um den Menschen auf ihrem Weg zu helfen. Der normale Betrieb wird am Donnerstagabend nicht mehr aufgenommen. ProRail strebt an, am Freitagmorgen mit einem normalen Betrieb beginnen zu können, so die Sprecherin.
Ulrike Nagel live bei RTV Utrecht
Ihrer Meinung nach sind die Probleme durch eine Verkettung von Umständen entstanden. Schneefall, einige Notfälle und logistische Probleme führten zu Staus rund um Utrecht. „Dadurch mussten wir den Betrieb für einige Zeit einstellen”, so die Sprecherin. Gegen neun Uhr warteten noch Hunderte von Menschen im Bahnhof auf einen Zug. Im Laufe des Abends wurde es weniger voll und die meisten fanden doch noch einen Zug.
Zusammenfassung
Der Bericht beschreibt einen Tag voller Chaos und Unannehmlichkeiten in der Mitte der Niederlande, insbesondere aufgrund des erwarteten und tatsächlich gefallenen Schnees.
Zugverkehr
Vollständiger Zugstreik: Zu Beginn der Abendspitze fuhren überhaupt keine Züge von und nach Utrecht Centraal.
Großer Andrang und Unsicherheit: Die Bahnhofshalle in Utrecht war noch nie so voll gewesen. Die Menschen standen still und die Anzeigetafeln zeigten wenig, oft stand dort nur „Achtung Durchsage”.
Spärlicher Verkehr: Nur gelegentlich fuhr ein Zug, aber im Allgemeinen fuhren sie so gut wie gar nicht.
Ursache der Störungen: Die Probleme hingen mit Verspätungen aus dem Morgen zusammen, als der Schneefall stärker war. Die NS entschied sich schließlich, den Verkehr einzustellen.
Empfehlung: Die NS empfahl Reisenden, erst nach 19:00 Uhr zu reisen.
Straßenverkehr
Frühe Chaos: Am Morgen gab es bereits um 8:00 Uhr mehr als 600 Kilometer Stau.
Verbesserung am Nachmittag: Gegen Abend war die Situation auf den Straßen etwas besser, mit etwa 200 Kilometern Stau, was angesichts des Wetters noch glimpflich war.
Schneepflüge: Die Schneepflüge waren massiv im Einsatz, um die (Schnell-)Straßen schneefrei zu machen, insbesondere die lokalen und provinzialen Straßen. Am Abend waren laut Rijkswaterstaat die meisten Straßen wieder frei.
Sonstige Verzögerungen: Eine Autofahrt, die normalerweise 5 Minuten dauerte, nahm nun 45 Minuten in Anspruch.
Sonstiges
Unterschiedliche Reaktionen: Einige Menschen ließen sich von der Kälte und dem Schnee nicht beeindrucken, während andere, wie ein Lkw-Fahrer mit einem Schneepflug, bereits jahrzehntelange Erfahrung mit winterlichem Wetter hatten.
Der Bericht endet mit der Feststellung, dass der Schnee für große Unannehmlichkeiten sorgte und dass die Situation auf der Straße wahrscheinlich eine bessere Option war als die Bahn für die Heimreise.