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RTV Utrecht: Stromausfall in Nieuwegein
Alle Haushalte in Nieuwegein haben wieder Strom. Gegen 23 Uhr waren alle Kunden wieder an das reguläre Netz angeschlossen, berichtet Stedin.
Schritt für Schritt wurden am Freitagabend alle wieder an das Hauptnetz angeschlossen. Gegen 22:30 Uhr waren noch etwa 600 Haushalte im Zentrum ohne Strom. Am Morgen waren es noch 17.000.
Live-Beitrag von Ulrike Nagel für RTV Utrecht im Jahr 2012.
Zusammenfassung
In diesem Video berichtet Ulrike Nagel über einen großflächigen Stromausfall in Nieuwegein, der durch einen Blitzschlag in zwei Transformatorhäuschen verursacht wurde, und dessen Folgen für die Stadt.
Ulrike Nagel live für RTV Utrecht am 22.06.2012
Ausmaß der Störung [00:19]: Ein großer Teil von Nieuwegein, etwa 70 % bis 80 % der Stadt, ist ohne Strom, was etwa 17.000 Haushalten entspricht. Die Reporterin Ulrike Nagel ist beim Rathaus von Nieuwegein, um darüber zu berichten.
Reparaturarbeiten [00:40]: Der Netzbetreiber Stedin arbeitet mit Hochdruck an der Behebung der Störung. Er inspiziert das Netz und hat einen „Generatorplan”, um die Störung so schnell wie möglich zu beheben. Der Schaden ist jedoch erheblich, sodass es länger dauern wird als ursprünglich angenommen [00:54]. Notstromaggregate werden aufgestellt, aber wann diese betriebsbereit sein werden, ist noch unklar [02:02].
Auswirkungen auf die Stadt [01:19]: Obwohl Vreeswijk zu 80 % wieder mit Strom versorgt wird, sind die Probleme im restlichen Nieuwegein groß. Brücken und Ampeln funktionieren nicht, Parkhäuser sind außer Betrieb. Ein Unfall am Morgen zeigte die unmittelbar gefährlichen Folgen der Störung [01:30]. Aufzüge können nicht benutzt werden, was für Bewohner von Hochhäusern und Menschen im Rollstuhl Probleme mit sich bringt [01:40]. Bürgermeister Bakhuis betont, dass die Abhängigkeit von Strom eine Gesellschaft „zerstören” kann [02:30].
Pressekonferenz [02:46]: Eine Pressekonferenz um 13:00 Uhr soll mehr Klarheit schaffen, da bis dahin noch wenig konkrete Informationen verfügbar sind.
Hintergrund
Die Störung begann am Donnerstag gegen 21:15 Uhr, als ein Blitz in ein Transformatorhäuschen am Utrechthaven einschlug. Dadurch fiel in mehreren Stadtteilen der Strom aus. Gegen 0:30 Uhr fiel auch in anderen Teilen von Nieuwegein der Strom aus, sodass etwa 70 Prozent der Stadt ohne Strom waren. Nur die Stadtteile Galecop, Blokhoeve und Teile von Batau-Noord blieben verschont.
REPARATUREN
Die Reparatur des Netzes dauerte den ganzen Tag. Laut Stedin dauerte es so lange, die Stromversorgung wiederherzustellen, weil das Netz an mehreren Stellen sehr schwer beschädigt war. Zwei Transformatorstationen fielen komplett aus.
Der mögliche Fund von Asbest verzögerte die Arbeiten von Stedin an einer der zerstörten Stationen. Die Mitarbeiter befürchteten, dass Asbest freigesetzt worden war, und schlugen Alarm. Am Freitagnachmittag ergab eine Untersuchung, dass dies nicht der Fall war, und die Arbeiten konnten fortgesetzt werden.
NOTSTROMAGGREGATE
Im Laufe des Freitagvormittags wurden in der Stadt Notstromaggregate aufgestellt, unter anderem in Pflegeheimen. Bei einer Pressekonferenz, die die Gemeinde und Steden am Freitagnachmittag gaben, sagte Bürgermeister Backhuijs, dass gefährdete Gruppen in Nieuwegein durch den Stromausfall nicht gefährdet waren.
Der große Stromausfall in Nieuwegein hat jedoch zu einer besorgniserregenden Situation im Chicagoflat geführt. Ein Nierendialysepatient, der im dreizehnten Stock wohnt, musste von der Feuerwehr nach unten gebracht werden, da der Aufzug nicht funktionierte. Außerdem hatten die Bewohner kein Trinkwasser.
Das Antonius-Krankenhaus war am Donnerstagabend kurzzeitig ohne Strom. Die Notversorgung sprang schnell an, woraufhin die Situation wieder unter Kontrolle war. Backhuijs rief die Einwohner von Nieuwegein dazu auf, sich gegenseitig so gut wie möglich zu helfen.
POLIZEI
Die Polizei verstärkte ihre Patrouillen in den Stadtteilen, in denen der Strom ausgefallen war. Die Rettungsdienste reagierten flexibler auf Anrufe von Menschen, die Hilfe benötigten und die Notrufnummer 1-1-2 angerufen hatten.
Das Mobilfunknetz war am Freitag für kurze Zeit überlastet, da einige Sendemasten ausgefallen waren. Dies führte jedoch nicht zu einer großflächigen Erreichbarkeitsstörung. Das Festnetz war stabil.
Stedin teilt mit, dass Privatpersonen, die länger als vier Stunden ohne Strom sind, automatisch entschädigt werden. Unternehmen müssen sich an ihre eigene Versicherung wenden und können sich mit Stedin in Verbindung setzen.