Deborah Herwald, Ulrike Nagel, Jacques Schmitz, im Namen des Kreises „Freunde der deutschen Sprache und Kultur“.
Der Kreis der Freunde der deutschen Sprache und Kultur ist der Alumni-Kreis für Absolventen des Studiengangs Deutsch an der Universität Amsterdam sowie für alle, die sich für die deutsche Sprache und Kultur interessieren. Der Alumni-Kreis „Freunde der deutschen Sprache und Kultur“ möchte die Kontakte zwischen den Mitgliedern untereinander sowie zwischen den Mitgliedern und den Studiengängen fördern und pflegen. Der Kreis organisiert jährlich verschiedene Veranstaltungen, darunter den Vortrag am AUV-Tag und den speziellen „Freundestag“ für Kreismitglieder.
Zusammenfassung
Dieses Video ist eine Videokolumne von Ulrike Nagel mit dem Titel „Schicksalstag“. Die Kolumne befasst sich mit dem Datum 9. November in der deutschen Geschichte, insbesondere im Zusammenhang mit dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989.
Hier eine Zusammenfassung des Inhalts:
- Bilder vom Fall der Mauer: Das Video beginnt mit Archivaufnahmen der Euphorie und der Menschen, die am Abend des 9. November 1989 auf die Berliner Mauer klettern. Der Text „Schicksalstag“ erscheint im Bild.
- Die Gedenkfeier und die heutige Mauer: Anschließend wechselt das Video zu aktuellen Aufnahmen (vom 9. November 2013, wie später im Video erwähnt) der erhaltenen Teile der Mauer (der East Side Gallery), die mittlerweile mit Kunstwerken übermalt sind, darunter das bekannte Werk mit den sich küssenden Staatschefs. Die Mauer ist heute eine Touristenattraktion.
- Reflexion eines Korrespondenten: Ein Mann, der sich als Korrespondent vorstellt, berichtet von seinen Erlebnissen in Ostberlin im Herbst 1989, kurz vor dem Fall der Mauer. Er war sechs Wochen lang ununterbrochen in Ostberlin.
- Die „Fröhliche Revolution“: Im Rückblick bezeichnet er die Ereignisse als „friedliche, ja sogar als ‚fröhliche‘ Revolution“, betont jedoch, dass diese von Angst überschattet war. Er verweist auf das chinesische Beispiel (die Panzer auf dem Platz des Himmlischen Friedens).
- Die große Demonstration: Die Angst verschwand endgültig am 4. November 1989 während der großen Demonstration von einer Million Menschen (in Ostberlin).
- Der verhängnisvolle Tag des Korrespondenten: Ironischerweise war der Korrespondent am 9. November nicht in Berlin. Sein Chef hatte ihm ein paar Tage frei gegeben, damit er sich in Budapest, seinem damaligen Wohnort, erholen und dort seinen Geburtstag feiern konnte. Er beschreibt, wie er den „schicksalhaftesten“ Tag im Bett verbrachte, als stünde die Mauer noch, um erst am 10. November „verkatert“ aufzuwachen.
- Die doppelte Bedeutung des 9. November: Die Kolumne betont, dass der 9. November historisch gesehen ein schicksalhafter Tag in der deutschen Geschichte ist, mit Ereignissen wie der Reichskristallnacht im Jahr 1938. Der Redner schließt mit einem Zitat von Kurt Tucholsky (einem deutschen Schriftsteller), der bereits vor 90 Jahren das Datum 9. November als „keinen Grund zum Jubilieren“ (keinen Grund zum Jubeln), sondern eher dazu, „Grün mick sein“ (sparsam zu sein/wehmütig zu sein).
- Fazit: Das Video stellt die Freude über den Fall der Mauer dem Bewusstsein für die dunklen Seiten des 9. November in der deutschen Geschichte gegenüber – sowie der persönlichen Ironie, diesen historischen Moment verpasst zu haben.

