Tagungsleiter der trilateralen Konferenz „Verbindungen schaffen“

Neben meiner Arbeit für Radio und Fernsehen bin ich auch mehrmals im Jahr als zweisprachiger Tagesvorsitzender unterwegs. Um tiefer in die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden einzutauchen. So wie letzte Woche bei der trilateralen Konferenz in Assen mit Feuerwehr, Polizei und Ministern aus den Niederlanden, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (NRW).

Ulrike Nagel als Dagvoorzitter van de trilaterale conferentie "Verbinding leggen" in Assen.
Ulrike Nagel als Dagvoorzitter van de trilaterale conferentie “Verbinding leggen” in Assen.

Mit den kritischen Fragen des Journalisten immer im Hinterkopf und einem offenen Blick dafür, wie das in der Praxis funktioniert – Katastrophenschutz. Oder auf Deutsch: Katastrophenschutz. Und um zu lernen, wie die Niederlande und die deutschen Bundesländer damit umgehen.
Ich komme immer mit vielen Erkenntnissen und Ideen zurück. (Und ein paar schönen Fotos, dank John Voermans.)

Die Niederlande und das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen wollen im Bereich Katastrophenschutz und Krisenmanagement enger zusammenarbeiten – und Lehren aus den Überschwemmungen vom Juli 2021 ziehen. Das ist das Ergebnis der trilateralen Konferenz „Verbinding leggen” (Verbindungen schaffen), die am 16. und 17. März in Assen stattfand. Die Organisation der Konferenz lag in den Händen des niederländischen Ministeriums für Justiz und Sicherheit in Zusammenarbeit mit den deutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Während dieser zweitägigen Konferenz wurden unter anderem die gegenseitige Informationsweitergabe bei Zwischenfällen, die Krisenkommunikation und die Rolle der Grenzverbindungsbeamten diskutiert. Ziel der Konferenz war es, die Zusammenarbeit im Bereich Katastrophenschutz und Krisenmanagement im Grenzgebiet zu stärken und Arbeitsmethoden zu entwickeln, die dazu beitragen. Dabei geht es unter anderem um die Art und Weise, wie die Bürger während einer Krise informiert werden. Außerdem müssen Lehren aus den Überschwemmungen vom Juli 2021 gezogen werden, wobei vor allem die Informationsweitergabe zwischen Rettungskräften, Hilfsdiensten und Krisenstäben im Blickpunkt steht. „Als Nachbarländer wollen wir uns aufeinander verlassen können, damit wir im Krisenfall gemeinsam schnell und bestmöglich reagieren können“, so der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU). „Dafür sind gegenseitiges Verständnis, Kenntnis der jeweiligen Strukturen und Konzepte sowie gute Kontakte entscheidend.“