
Es ist Montag. Und ich muss nicht zur Arbeit.
Weil ich keinen Job mehr habe.
Selber schuld, denn ich habe meinen Job selbst gekündigt. Um meine Kisten zu packen und zu gehen.
Das ist natürlich schon ein bisschen schade. Sechseinhalb Jahre lang war RTV Utrecht mein Zuhause. Und jetzt muss ich plötzlich auf mich allein gestellt weitermachen, ohne das warme Redaktionsbad, in dem es sich immer so angenehm planschen ließ. Vertraut. Wo ich jeden kannte und jeder mich. Wo oft schon ein halbes Wort genügte (oder ein Lächeln. Oder mehrere.).
Dort habe ich gelernt, was ich heute alles kann. Und ich kann genug, um mich auch beruflich auf eigene Faust zurechtzufinden. Das weiß ich ganz genau; sonst hätte ich den Schritt in die Großstadt gar nicht gewagt.
Trotzdem ist es seltsam, dass nun ein zusätzlicher Schlüssel an meinem Schlüsselbund hängt.
Einer, der Zugang zu einer vertrauten, aber doch ganz anderen Welt gewährt.
Kein Garten mehr, sondern ein Balkon. Keine A12 mehr nach Utrecht, sondern Ampeln und die S-Bahn. Keine niederländischen Biere mehr, sondern große Krüge. Weniger Radfahren und mehr Laufen. Keine vertrauten Gesichter mehr am Besprechungstisch, sondern Konkurrenten. Kein Niederländisch, sondern Deutsch. Kein „du“, sondern „Sie“.
Noch ein paar Tage; die meisten Schränke sind bereits leer.
Und zum Glück bin ich gar nicht allein, meine liebe Familie kommt mit mir mit. Wir sind das feste Team, das jetzt einfach woanders sein Lager aufschlägt.
Wir haben Listen mit tollen Dingen. Ganz viele tolle Dinge.
Und darauf freuen wir uns riesig.
Bis bald in Berlin!

oh-oh, grote pullen bier….. (dit was echt het laatste grapje)