Journalistin | Redakteurin | Moderatorin | Deutschland-Expertin / Korrespondent | in Hilversum & Berlin
Radio 1: Netflix wütend auf deutschen Dönerladen
Eine deutsche Dönerkette ist so ein großer Fan der beliebten Netflix-Serie La Casa de Papel, dass der Besitzer seine Läden komplett im Stil dieser spanischen Serie umgestaltet hat. Netflix ist darüber jedoch empört. Der Streamingdienst ist sogar vor Gericht gegangen, berichtet Deutschland-Expertin Ulrike Nagel in Bureau Buitenland.
Ulrike Nagel auf Radio 1: Bureau Buitenland – Netflix wütend auf deutschen Dönerladen mit La Casa de Papel-Design
Stil komplett übernommen
Die Kette heißt Haus des Döners und ist nach der Serie benannt, die in Deutschland als Haus des Geldes bekannt ist. Das war eine Idee der Frau des Besitzers des Dönerladens. Sie ist ein großer Fan der Serie. „Sie dachte: Lasst uns diese Läden in diesem Stil eröffnen und Netflix komplett kopieren.” Das Design von La Casa de Papel ist in den Filialen des Geschäfts, darunter auch in Venlo, tatsächlich deutlich zu erkennen, erzählt Nagel. „Von den roten Anzügen der sogenannten Bankräuber bis hin zu Dali-Porträts an der Wand.“
Döner als Lieblingsessen
Auf Instagram ist zu sehen, wie ein Laden eröffnet wird, wobei der Besitzer des Geschäfts von sogenannten Bankräubern im Stil der Serie begleitet wird. Der Besitzer hat den Streamingdienst jedoch nicht um Erlaubnis gebeten, das Design der Serie verwenden zu dürfen. „Netflix hat sich sogar an das Amt für geistiges Eigentum der Europäischen Union gewandt, weil sie den Stil für ihre eigenen Merchandise-Artikel verwenden möchten.“
Döner gilt auch als das Lieblingsessen der Deutschen. Nagel: „Diese Kette ist erfolgreich, mit langen Schlangen bei jeder Eröffnung, weil Döner dann nur einen Cent kostet. Der Besitzer ist also bereit, Zugeständnisse zu machen.“
In „Bureau Buitenland“ hören Sie internationale Nachrichten, Reportagen und Geopolitik. Mit Hintergrundinformationen und bemerkenswerten Geschichten, montags bis freitags von 13.30 bis 14.00 Uhr. Moderatoren: Sophie Derkzen und Tim de Wit