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RBB: Munitionsexplosion in Lübben
Nach komplizierten Rettungsarbeiten in einem Fabrikgebäude im Industriepark Spreewerk Lübben, das am Freitag, dem 16. März 2018, durch eine Explosion erheblich zerstört wurde, wurde heute Nachmittag gegen 17 Uhr eine männliche Person aus den Trümmern geborgen. Es liegt nahe, dass es sich bei dem Verstorbenen um den 55-jährigen vermissten Mitarbeiter des Unternehmens handeln könnte. Eine sofortige und eindeutige Identifizierung ist jedoch aufgrund der Schwere der erlittenen Verletzungen noch nicht möglich.
Ulrike Nagel live vor Ort für RBB.
Zusammenfassung
Das Video ist ein Nachrichtenbeitrag von rbb Brandenburg Aktuell über eine Munitionsexplosion in Lübben, Brandenburg.
16.03.2018 – Ulrike Nagel live für RBB in Lübben bei der Munitionsexplosion
Situation und Folgen: Es hat eine Munitionsexplosion stattgefunden. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung ist ein Mitarbeiter verletzt und ein weiterer wird noch in dem eingestürzten Gebäude vermisst.
Rettungskräfte und Herausforderungen: Die Rettungskräfte (darunter Feuerwehr und THW – Technisches Hilfswerk) sind seit heute früh vor Ort, können das Gebäude jedoch nicht betreten. Der Grund dafür ist:
Es besteht weiterhin akute Einsturzgefahr.
Es besteht Unklarheit über die Art der dort gelagerten Munition und darüber, ob noch Explosionsgefahr besteht.
Einsatz von Technologie:
Eine Drohne wurde in das Gebäude geschickt, um Bilder zu machen. Die Bilder zeigten, dass Decken und Säulen eingestürzt sind.
Außerdem wurde ein kleiner Roboter eingesetzt, um mit Sensoren die Temperatur zu messen und festzustellen, was genau sich dort befindet.
Entscheidung der Behörden: Der Bürgermeister von Lübben, Lars Kolan (SPD), erklärt, dass die schwierige Entscheidung getroffen wurde, die Such- und Rettungsaktion für heute abzubrechen.
Die akute Einsturzgefahr kann nur mit schwerem Gerät bekämpft werden, das nur tagsüber eingesetzt werden kann.
Es wurde auch erwogen, Spürhunde einzusetzen, um den vermissten Arbeiter zu finden und festzustellen, ob er noch lebt, aber dies wurde abgelehnt. Aufgrund der noch andauernden chemischen Reaktionen im Gebäude könnte ein Hund nicht mit Sicherheit anschlagen.
Fortsetzung: Die Rettungsdienste packen ihre Ausrüstung zusammen und werden morgen früh um 8 Uhr mit Hilfe von schwerem Gerät weiterarbeiten.