Tesla aus Tilburg zieht auf der Hannover Messe viel Aufmerksamkeit auf sich

Was macht ein amerikanisches Elektroauto im niederländischen Pavillon? Ulrike Nagel fragt Professor Maarten Steinbuch von der Technischen Universität Eindhoven.

Die Niederlande sind in diesem Jahr offizielles Partnerland der Hannover Messe 2014. Vom 7. bis 11. April präsentieren sich mehr als 270 niederländische Unternehmen unter dem Motto „Global Challenges, Dutch Solutions” der Öffentlichkeit. Die Hannover Messe ist die weltweit wichtigste Industriemesse.

Ulrike Nagel op de Hannover Messe
Ulrike Nagel auf der Hannover Messe

Das Video ist ein Interview mit Maarten Steinbuch von der TU Eindhoven, das auf der Hannover Messe stattfindet und sich mit dem Tesla Model S, einem Elektroauto, befasst.

Kernpunkte des Interviews:

  • Elektrisches Fahren und Leistung: Steinbuch betont, dass der Tesla ein zu 100 % elektrisches Auto mit einer Reichweite von mindestens 350 km ist. Er ist besonders begeistert von dem Fahrerlebnis, das er als „phänomenal” bezeichnet. Das elektrische Fahren sorgt für sofortige Beschleunigung und Kraft, sobald das „Gaspedal” gedrückt wird, was einen wesentlichen Unterschied zu Verbrennungsmotoren darstellt, die erst auf Touren kommen müssen. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Autos ist außergewöhnlich.
  • Herkunft und Produktion: Obwohl Tesla ein amerikanisches Auto aus dem Silicon Valley ist, wird Tilburg als europäischer Hauptsitz genannt. Das Auto wird in Tilburg montiert (Räder, Batterie und Elektromotor werden eingebaut), aber tatsächlich in Fremont, Kalifornien, produziert.
  • Kosten und Segment: Das Auto ist teuer und gehört mit Preisen ab 70.000 € zum Spitzensegment. Steinbuch merkt jedoch an, dass das Auto nicht teurer ist als vergleichbare Autos seiner Klasse, wie beispielsweise ein BMW 7er oder ein Audi A6.
  • Betriebskosten und Supercharger: Das Auto ist sehr sparsam im Verbrauch (Steinbuch fährt mit seinem eigenen Tesla etwa 3 Cent pro Kilometer). Er spricht über die Supercharger-Infrastruktur von Tesla, ein Ladesystem, mit dem die Batterie in etwa einer halben Stunde zu drei Vierteln aufgeladen ist, was für 250 km Reichweite reicht, und das kostenlos (zum Zeitpunkt der Aufnahme).
  • Supercharger-Netzwerk: Das Supercharger-Netzwerk befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Entwicklung. Bis zum Ende des Jahres (2014, vermutlich) sollte es überall in Europa Supercharger geben. Es gab bereits eine Route von den Niederlanden zum Wintersportgebiet mit Superchargern (zwei in den Niederlanden und sechs in Deutschland, Österreich und der Schweiz). Bis zum Sommer sollte es eine Route nach Südfrankreich geben, und nach dem Sommer sollten sie den Rest Deutschlands mit Superchargern ausstatten.

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