Eingewöhnen

Aussichten mit grünem Gras, blauem Meer und Sand, so weit das Auge reicht.

Gemütlich bei guten Freunden zu Tisch sitzen.

Mit dem Fahrrad in den Amsterdamer Wald fahren, Eis essen – auch wenn es dort noch zu kalt dafür ist.

Die Beine ausgestreckt in einem Mobilheim mit orangefarbenen Fähnchen.

Max op het strand

Die Krönung, die eine Amtseinführung ist.

Freiheitsmarkt in Haarlem.

Beeindruckende Bilder aus Amsterdam.

Mittag- und Abendessen in hippen Strandlokalen mit schlechtem Service.

Über die Preise erschrecken.

Die Sonne auf der Terrasse genießen.

Unsere Tochter, die einen Aschenbecher zerschlägt. Mit einer Hand. Auf einen Schlag.

Die besten Freunde, die vorbeikommen, auch wenn sie eigentlich zu beschäftigt dafür sind.

Ein paar Gläschen Wein.

Pommes.

Sich freuen, wenn die Meeresbrise endlich wärmer und weniger scharf um unsere Ohren weht.

Die ersten Schritte unserer Tochter im Sand.

Unser Sohn, der barfuß immer wieder Wasser holt.

Boeings zwischen den Flugzeugbeobachtern und den Tulpenfeldern beobachten.

Das Flugzeug, das uns zu dieser anderen lieben niederländischen Freundin nach England bringt.

Max op een klimrek
Max auf einem Klettergerüst

Drei Tage in England mit Temperaturen über 20 Grad.

Frühstück mit Speck.

Spazieren gehen.

Im Garten schaukeln.

Höflich plaudern.

Im Park picknicken.

Zwischen den Springbrunnen in der Innenstadt planschen.

Zurückfliegen.

Ein Tagesausflug nach Drenthe.

Einkaufen.

Rock-Tag.

Endlich Sommerreifen.

Harlingen.

Wollwolken wie Gemälde.

Tagesausflügler. Himmelfahrtsreisende. Familienwochenende.

Das Boot nach Vlieland.

Für eine Weile Inselbewohner.

Mit dem Lastenfahrrad.

In die Kneipe.

Mittagessen.

Ein paar Gläschen Wein.

Häppchen.

Noch mehr Gläschen Wein.

Lotta op de boot
Lotta auf dem Boot

Und ganz viele Familienmitglieder.

Ganz viele nette Familienmitglieder.

So gemütlich und entspannt, dass es eigentlich gar nicht sein kann.

Und jetzt ist es schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig, nach so einem Urlaub wieder in Berlin zu sein.

Wir waren wirklich mal ganz weg. Aber auch wieder ganz zu Hause. Ich muss erst mal wieder nach den deutschen Wörtern suchen. Ich starre noch ein bisschen ausdruckslos auf den Fernsehturm. Den Stapel Berliner Zeitungen habe ich noch nicht angerührt. Und die Nachrichten hier habe ich kaum verfolgt. Ein Weg zur Redaktion fühlt sich noch ein bisschen so an, als säße jemand anderes am Steuer.

Die Rückreise war lang – wohnen wir wirklich so weit weg?

Die Niederlande stecken in uns, in mir.

Aber zum Glück beginnt der Berliner Sommer.

Heute 28 Grad.

In den Niederlanden? 12.

Das waren früher die Tage, an denen ich mir nichts sehnlicher wünschte, als in der Berliner Sommerstimmung zu sein.

Die sind unbezahlbar.

Jetzt bin ich mittendrin.

Und so fällt es mir nicht schwer, mich einzuleben.

Eigentlich sind wir immer noch im Urlaub.

Und das werden wir genießen.

Alexanderplatz met de Fernsehturm en het Park Inn hotel