Ich komme aus einem Land, das es nicht mehr gibt. Vor 35 Jahren fiel die Berliner Mauer, am 9. November 1989. Ich bin auf der Ostseite davon aufgewachsen, lebe aber inzwischen schon mein halbes Leben in den Niederlanden.
Im Podcast „Over de Muur” (Über die Mauer) blicke ich zurück. Welche Erinnerungen habe ich noch? Und wie sehen meine Klassenkameraden aus der Grundschule das? Aber auch die Niederlande spielten eine wichtige Rolle im Kalten Krieg und unterhielten (Handels-)Beziehungen zur DDR. Wie sah mein neues Heimatland damals mein altes?

Die DDR ist auch vor allem für ihren Geheimdienst bekannt – die Stasi –, der im Vergleich zur Gestapo und zum KGB größer war. Grund genug also, meine Eltern einmal danach zu fragen. Gab es auch Spione in meiner Familie?
Hören-Links:



| Folge 1: Mijn jeugd in de DDR | ![]() | ![]() | |
| Folge 2: Over de muur | ![]() | ![]() | |
| Folge 3: Spioneren voor de Stasi | ![]() | ![]() | |
| Folge 4: Onverwachte handelsrelaties met Nederland | ![]() | ![]() | |
| Folge 5: De dag waarop Oost en West weer één werden | ![]() | ![]() | |
| Folge 6: Wat is er nog over van de DDR? | ![]() | ![]() |
Im vergangenen Jahr konnte ich mich dank Kick Stokvis und Matthijs Holtrop von Audiopodcast damit beschäftigen. Nick Preusterink und seine wertvollen Kollegen von Omroep MAX vertrauten darauf, dass alles gut werden würde.
Und so können die sechs Folgen ab heute über NPO Luister angehört werden.
Mit großem Dank für die Expertise von Beatrice de Graaf, Hanco Jürgens, Jacco Pekelder und Eleni Braat.
Mit der Mitarbeit von Friso de Zeeuw, Anja Fricke, Helma Coolman, Pauline Broekema, Homme Wedman, Jenny Walther, Monica Valent und meinen Klassenkameraden aus der Grundschule, insbesondere Anita Rimpler.
Die Audiobearbeitung wurde von Thomas Hoonhout vorgenommen. Auch die Hilfe von Liam Toll war sehr nützlich.
Vielen Dank auch an alle Kollegen von Bureau Regio, die mir die Zeit gegeben haben, diese Geschichte zu erzählen.
Und ohne das Vertrauen meiner Eltern hätte ich diesen Podcast sicherlich nicht machen können, tausend Dank!
Genau hundert Jahre nach dem Tod des Gründers der kommunistischen Sowjetunion, Wladimir Lenin, und 35 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer untersucht die Journalistin Ulrike Nagel die Rolle, die die Niederlande in dem militaristischen Staat im Osten gespielt haben. Außerdem möchte die in Ostberlin geborene Ulrike wissen, wie dies sie geprägt hat und wie die Deutsche Demokratische Republik noch immer in ihr präsent ist.
Man ging davon aus, dass 1989 die Spannungen zwischen Ost- und Westdeutschland verschwinden würden, aber das ist nicht geschehen. Im Gegenteil, durch den Krieg in der Ukraine sind diese Spannungen weltweit wieder aufgeflammt. Der Fall der Mauer war das Ende einer Ära, in der auch die Niederlande eine besondere Rolle spielten. So trieben die Niederlande Handel mit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und pflegten niederländische Kirchen viele Kontakte zu ostdeutschen Familien.


