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RTV Utrecht: Feiertag der Befreiung
Utrecht – Die echten Diehards zogen heute mit Ponchos los, um den Befreiungstag zu feiern. Die teilweise heftigen Regenschauer hielten die Menschen nicht davon ab, an mehreren Orten in der Provinz die Freiheit zu feiern. Und die gute Nachricht ist: Es scheint ab jetzt trocken zu bleiben.
Live-Beitrag von Ulrike Nagel für RTV Utrecht.
Ulrike Nagel berichtet vom Befreiungsfest in Utrecht.
An mehreren Orten im Norden des Landes wurden Befreiungsfestivals wegen Gewittern abgesagt oder verschoben, aber in Utrecht wurden die Tore wie geplant um 12.30 Uhr geöffnet und die ersten Besucher betraten das Gelände. „Letztes Jahr waren 37.000 Menschen da und diese Zahl wollen wir auch dieses Jahr wieder erreichen”, sagt Malou te Wierik von der Organisation.
Viele suchten Schutz im Kafé de Vrijheid.
Beinahe hätte das Festival nicht stattfinden können, umso größer war die Erleichterung, als ein Geldgeber doch noch seine Unterstützung zusagte. „Das lag am Coronavirus, der Inflation und der Tatsache, dass wir von den Einnahmen aus dem Gastgewerbe abhängig sind. Das Festival ist frei zugänglich, was ein Risiko darstellt“, sagt Te Wierik. „Aber dieses Jahr sind wir gerettet und derzeit führen wir mit anderen Festivals und dem Komitee Gespräche über die Zukunft des Befreiungsfestivals.“
Aufgrund der Regenschauer, die gestern Nachmittag über die Stadt zogen, gab es in diesem Jahr weniger Besucher als im letzten Jahr beim Befreiungsfestival in Utrecht im Park Transwijk. Aber, so die Organisation begeistert, „nach dem Regen kam Sonnenschein: Nicht weniger als 27.000 Menschen besuchten das Festival“. Im letzten Jahr waren es 37.000.
Die Organisation zeigt sich erfreut, dass „trotz eines unsicheren Starts auch in diesem Jahr wieder die Freiheit massiv gefeiert wurde“. Auch das inhaltliche Programm in der Bibliothek Neude und im TivoliVredenburg stieß auf großes Interesse, obwohl dazu keine Besucherzahlen bekannt gegeben wurden.
Befreiungsfestival Utrecht in einem früheren Jahr. Foto: Marcel Krijgsman
Lange Zeit war ungewiss, ob das Befreiungsfestival stattfinden konnte, da unter anderem durch Corona und die Inflation die Kosten gestiegen waren. Da es sich um ein kostenloses Festival handelt, ist die Organisation vollständig von den Einnahmen aus dem Gastronomiebereich abhängig. Schlechtes Wetter kann dabei Probleme verursachen, da dann weniger Publikum kommt. Das Festival wurde sogar abgesagt, konnte aber dank eines Geldgebers doch stattfinden.
Um die Zukunft des Festivals zu sichern, wurde eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Die Befreiungsfestivals in den gesamten Niederlanden sind ohnehin mit dem 5. Mai-Komitee im Gespräch, wie es in Zukunft weitergehen soll, teilte Sprecherin Malou te Wierik gestern mit.
Ulrike Nagel im Studio von RTV-Utrecht mit Anne-Marie Verhagen.
Das Festival begann mit Regen, was die ersten Besucher um 12.30 Uhr jedoch kaum störte. Das Indie-Rock-Kollektiv Personal Trainer eröffnete das Festival auf der Hauptbühne. Das Befreiungsfeuer wurde in diesem Jahr von der Ukrainerin Anna Bieliaieva (32) entzündet, der Initiatorin der Gedenkfeier in der Jaarbeurs zum russischen Einmarsch in der Ukraine. Ab 16:30 Uhr wurde es trocken und das Gelände füllte sich schnell für Snelle und De Lieve Jongens Band. Der Utrechter Singer-Songwriter und Botschafter der Freiheit MEAU beendete das Festival. Von Beginn an war es eine Party auf der Freiheitsbühne mit verschiedenen Hip-Hop-Acts und DJs. Diese Bühne wurde in diesem Jahr dank der Einnahmen aus der Crowdfunding-Aktion realisiert.