RTV Utrecht: Keine Genehmigung für Baumfällung in Beverweert

WERKHOVEN – Beim Schloss Beverweert wurden diese Woche Dutzende Bäume gefällt. Anwohner haben dies beobachtet und sind darüber besorgt. Bei einem Spaziergang entlang des Landguts bei Werkhoven sind all diese gefällten Bäume deutlich zu sehen. Außerdem wurde vor einigen Monaten ein denkmalgeschütztes Zaunwerk entfernt. Der Eigentümer gibt an, dass es restauriert wird, doch bis heute wurde der Zaun noch nicht wieder aufgestellt.

Beitrag für RTV Utrecht von Ulrike Nagel.

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Den Weihnachtsbaum gegen Pommes tauschen? In Langbroek ist das möglich!

LANGBROEK – In Langbroek konnten die Einwohner den ganzen Mittwochnachmittag über ihre Weihnachtsbäume beim örtlichen Gartencenter abgeben. Insgesamt wurden so innerhalb von vier Stunden fast 300 Bäume gesammelt. Diese werden im Häcksler zerkleinert, und die Häcksel werden als Bodenbedeckung in den Nahrungswald in Wijk bij Duurstede gebracht.

TV-Beitrag für RTV Utrecht von Ulrike Nagel.

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RTV Utrecht: „Ein Blick auf Rhenen“

Es ist zwar noch nicht ganz geschafft, aber der Erwerb des Gemäldes „Ansicht von Rhenen“ von Jan van Goyen durch das Stadtmuseum in Rhenen ist einen Schritt näher gerückt. Die Einwohner spendeten die ersten 1.000 Euro, und von der Stiftung „Het Voormalig Gast- en Weeshuis“ in Rhenen ging eine großzügige Spende in Höhe von 25.000 Euro ein. Insgesamt benötigt das Stadtmuseum 350.000 Euro, um das Gemälde, das auch als „Die Nachtwache von Rhenen“ bezeichnet wird, erwerben zu können.

Ulrike Nagel hat diesen Beitrag für RTV Utrecht gedreht und geschnitten.

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RTV Utrecht: 4 Millionen Euro für die Utrechter Forschung zur alten römischen Grenze

Die Einwohner von Utrecht können selbst einen Beitrag zu den in Kürze beginnenden Forschungen zum Limes leisten. Die Universität Utrecht hat 4 Millionen Euro bewilligt bekommen, um den Limes noch genauer zu kartieren. Dabei geht es um den Einfluss, den die nördliche Grenze des Römischen Reiches vor 2000 Jahren auf die Niederlande hatte, aber auch darum, was wir davon heute noch spüren.

Beitrag für das Fernsehen (RTV Utrecht), Fotos und Text von Ulrike Nagel.

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„Wir sind die Glücklichen, die diese Kirche restaurieren“

Die Restaurierung einer Kirche ist ein langwieriges Unterfangen. Ohne großes Engagement und jahrelangen Einsatz ist sie nicht zu bewältigen. Das zeigt die Geschichte der St.-Franziskus-Kirche in Oudewater. Sorgfältig wird verputzt, gereinigt und gestrichen. Nicht einfach so, sondern aus Leidenschaft für das Handwerk und aus Liebe zur Kirche. Davon berichten die „Glückspilze“, die diese Kirche restaurieren.

Ulrike Nagel hat diese Reportage im Auftrag von Katholiekleven.nl gedreht und geschnitten.

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Deutsche Sprache, schwere Sprache

Max spricht Deutsch.

Deutsch. Also.

Seit vorgestern, um genau zu sein.

So selbstverständlich, wie es sich liest, ist es nicht. Selbst nicht, wenn man mit zwei Sprachen aufwächst, so wie unsere Kinder. Denn in den ersten drei Wochen hier sprach er zu 300 % Niederländisch. Davon wich er keinen Moment ab. Und das, obwohl ich mir ganz sicher bin, dass er es kann. Als wir im April das letzte Mal bei Oma und Opa hier gegenüber zu Besuch waren – da sprach er nach einer Woche schon perfekt Deutsch.

Ich hatte es allerdings erwartet. Dass er – sobald er nach draußen kommt, andere Kinder trifft, andere Erwachsene sieht – völlig verschlossen sein würde. Nicht ungewöhnlich für einen 4-Jährigen, der gerade von den Niederlanden nach Deutschland gezogen ist.

Zu uns redet er wie ein Wasserfall; begeistert, ohne Unterlass, er hat immer Geschichten auf Lager. Zu anderen – na ja. Auch in den Niederlanden konnte er sehr schüchtern sein, wenn Leute vorbeikamen, die er nicht kannte oder nicht so oft sah.

Und obwohl ich seit seiner Geburt ausschließlich Deutsch mit ihm spreche, antwortet er stets auf Niederländisch. Das ist in Ordnung. Hauptsache, er kann sich mit meinen Eltern und seiner Urgroßmutter unterhalten; das schien mir wichtig.

Jetzt ist alles anders.

Seine Freunde aus der Straße sind verschwunden.

Seine Tagesmutter ist nicht mit umgezogen (sehr gegen Max’ Willen; seiner Meinung nach hätte sie prima bei uns wohnen können).

Der vertraute Weg zum Supermarkt – weg.

Mit dem Fahrrad in die Innenstadt – plötzlich sieht das ganz anders aus.

Und was macht man dann, wenn alles weg ist, woran man bisher gewöhnt war?

Genau. Die Sprache, die man bisher gesprochen hat, gibt man nicht einfach so auf. Daran klammert man sich fest. Denn sie verstehen es schon, diese Deutschen. Einfach durchhalten. Nicht aufgeben. Diese niederländischen Wörter sitzen in seinem Kopf und liegen ihm daher auch auf der Zunge. Und deshalb kommen sie auch immer noch am liebsten über seine Lippen.

Und schweben dann in der Luft, um von deutschen Ohren aufgefangen zu werden. Die versuchen, etwas daraus zu machen. Was oft klappt, aber eben nicht immer.

Und deshalb hat unser kleiner Sohn offenbar letztes Wochenende beschlossen, dass es mit dem niederländischen Geplapper nun mal Schluss sein muss. Ganz nett, aber nicht, wenn man all diese Geschichten über Autos und Züge mit den großen und kleinen Deutschen teilen will. Dann muss man doch wirklich ab und zu die deutsche Sprache benutzen.

Aber das Niederländische aufgeben?

Nein.

Und das wollen wir auch gar nicht.

Einfach beides. Es wird sicher noch eine Weile dauern – aber dann kann man unseren kleinen Sohn auf jede erdenkliche Weise ansprechen. Und dann hat er immer eine Antwort parat.

Vielleicht also auch auf Deutsch – also fang schon mal an, deine Kenntnisse aufzufrischen.

Neue Türen

Es ist Montag. Und ich muss nicht zur Arbeit.

Weil ich keinen Job mehr habe.

Selber schuld, denn ich habe meinen Job selbst gekündigt. Um meine Kisten zu packen und zu gehen.

Das ist natürlich schon ein bisschen schade. Sechseinhalb Jahre lang war RTV Utrecht mein Zuhause. Und jetzt muss ich plötzlich auf mich allein gestellt weitermachen, ohne das warme Redaktionsbad, in dem es sich immer so angenehm planschen ließ. Vertraut. Wo ich jeden kannte und jeder mich. Wo oft schon ein halbes Wort genügte (oder ein Lächeln. Oder mehrere.).

Dort habe ich gelernt, was ich heute alles kann. Und ich kann genug, um mich auch beruflich auf eigene Faust zurechtzufinden. Das weiß ich ganz genau; sonst hätte ich den Schritt in die Großstadt gar nicht gewagt.

Trotzdem ist es seltsam, dass nun ein zusätzlicher Schlüssel an meinem Schlüsselbund hängt.

Einer, der Zugang zu einer vertrauten, aber doch ganz anderen Welt gewährt.

Kein Garten mehr, sondern ein Balkon. Keine A12 mehr nach Utrecht, sondern Ampeln und die S-Bahn. Keine niederländischen Biere mehr, sondern große Krüge. Weniger Radfahren und mehr Laufen. Keine vertrauten Gesichter mehr am Besprechungstisch, sondern Konkurrenten. Kein Niederländisch, sondern Deutsch. Kein „du“, sondern „Sie“.

Noch ein paar Tage; die meisten Schränke sind bereits leer.

Und zum Glück bin ich gar nicht allein, meine liebe Familie kommt mit mir mit. Wir sind das feste Team, das jetzt einfach woanders sein Lager aufschlägt.

Wir haben Listen mit tollen Dingen. Ganz viele tolle Dinge.

Und darauf freuen wir uns riesig.

Bis bald in Berlin!

Sehtest, Versuch 467

Letztes Jahr stand ein einfacher Test auf dem Programm. Max sollte im Gesundheitsamt auf eine Leuchttafel schauen.

Eine langweilige Leuchttafel. Mit einer altmodischen Teekanne, einem Auto, einer Flagge und noch ein paar solchen albernen Dingen darauf.

Der Kleine dachte wahrscheinlich: So etwas Dummes schaue ich mir doch nicht an. Für so etwas Langweiliges sitze ich doch nicht 5 Minuten still auf einem Stuhl. Für so etwas Banales setze ich mir doch nicht auch noch eine weiße Brille auf. Bei der zudem noch ein Auge zugedeckt ist. Bist du verrückt, warum sollte ich?

Na ja, weil deine Mama gerne wissen möchte, ob deine Augen auch wirklich in Ordnung sind. Ob sie alles gut sehen können, so weit weg. Dort drüben, auf dem Leuchtkasten. Denn Mama war als Kind schielend und als Teenager kurzsichtig und trägt daher schon ihr ganzes Leben lang eine Brille. Und wenn es geht, möchte sie dir das ersparen. Aber dafür musst du dich eben auf den Stuhl setzen.

Das wollte er aber nicht.

Nach mehreren Versuchen war es nun wieder soweit. Und ein kleiner Junge, der fast 4 ist und eine süße kleine Schwester hat und dem daher ständig gesagt wird, dass er schon ein großer, starker Kerl ist – der setzt sich doch endlich mal auf diesen Hocker, oder? Und all diese kleinen Fähnchen, Autos und Teekannen entziffern? AUCH in der untersten Reihe? MIT Brille auf der Nase? Doch, oder?

Es dauerte ein ganzes Jahr, bis unser Sohn klug genug war, still zu sitzen und Anweisungen zu befolgen.

Aber es hat geklappt.

Max’ Augen haben eine gute Note bekommen.