ZurĂĽck nach Berlin (wirklich!)

Vor vierzehn Jahren wollte ich weg.

Weg aus der GroĂźstadt. Weg von meinen Eltern. Zu meinem Freund in die Niederlande.

Auf in eine neue Welt, ganz auf mich allein gestellt. Studieren in einer mir vertrauten, aber dennoch fremden Sprache. In Groningen, das mir damals noch völlig unbekannt war.

Es hat eine Weile gedauert, aber dieses brandneue, noch ungewohnte Land wurde zu meinem neuen Zuhause. Und das ist es – so lange danach und trotz aller politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen – immer noch.

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Sehtest, Versuch 467

Letztes Jahr stand ein einfacher Test auf dem Programm. Max sollte im Gesundheitsamt auf eine Leuchttafel schauen.

Eine langweilige Leuchttafel. Mit einer altmodischen Teekanne, einem Auto, einer Flagge und noch ein paar solchen albernen Dingen darauf.

Der Kleine dachte wahrscheinlich: So etwas Dummes schaue ich mir doch nicht an. FĂĽr so etwas Langweiliges sitze ich doch nicht 5 Minuten still auf einem Stuhl. FĂĽr so etwas Banales setze ich mir doch nicht auch noch eine weiĂźe Brille auf. Bei der zudem noch ein Auge zugedeckt ist. Bist du verrĂĽckt, warum sollte ich?

Na ja, weil deine Mama gerne wissen möchte, ob deine Augen auch wirklich in Ordnung sind. Ob sie alles gut sehen können, so weit weg. Dort drüben, auf dem Leuchtkasten. Denn Mama war als Kind schielend und als Teenager kurzsichtig und trägt daher schon ihr ganzes Leben lang eine Brille. Und wenn es geht, möchte sie dir das ersparen. Aber dafür musst du dich eben auf den Stuhl setzen.

Das wollte er aber nicht.

Nach mehreren Versuchen war es nun wieder soweit. Und ein kleiner Junge, der fast 4 ist und eine süße kleine Schwester hat und dem daher ständig gesagt wird, dass er schon ein großer, starker Kerl ist – der setzt sich doch endlich mal auf diesen Hocker, oder? Und all diese kleinen Fähnchen, Autos und Teekannen entziffern? AUCH in der untersten Reihe? MIT Brille auf der Nase? Doch, oder?

Es dauerte ein ganzes Jahr, bis unser Sohn klug genug war, still zu sitzen und Anweisungen zu befolgen.

Aber es hat geklappt.

Max’ Augen haben eine gute Note bekommen.

Heiligabend ganz unter uns

Letztes Jahr standen wir zu dritt auf einem zugigen und kalten Bahnsteig in Hengelo. Am Morgen des 24. warteten wir auf unseren Zug nach Berlin.
Der kam nicht. Aus winterlichen GrĂĽnden: Die Oberleitung bei Hannover war zugefroren. An diesem Tag fuhr kein einziger Zug in Richtung Osten. Und alle Quadratmeter zwischen Zeeland und der Ostsee waren mit dicken Metern Schnee bedeckt. Es gab kein Entkommen.

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RTV Utrecht gewinnt zwei NL-Awards

UTRECHT – RTV Utrecht hat zwei NL-Awards gewonnen. Dabei handelt es sich um die jährlichen Auszeichnungen für die besten regionalen Radio- und Fernsehproduktionen.

RTV Utrecht erhielt in der Kategorie „Dokumentation“ einen Award für „De Koersk“. Diese Produktion von Erwin Raasveld erzählt die spannende Geschichte der Brüder Van Seumeren aus De Meern, denen es gelang, das gesunkene Atom-U-Boot „De Koersk“ in der Barentssee zu bergen.

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Obdachlos in Berlin

Es sind fĂĽnfzehn Grad unter Null, und ich stehe mit meiner Kamera bei der
Bahnhofsmission am Zoo. Eine kleine Luke öffnet sich, und die Obdachlosen holen sich ein Päckchen Butterbrote, eine Banane und heißen Tee oder Kaffee ab.

Viel mehr Hilfe bekommen sie hier nicht, also mĂĽssen sie weiter durch die Stadt ziehen, um einen Schlafplatz zu finden. Drinnen spreche ich mit den Freiwilligen und frage, ob es jemanden gibt, den ich auf dem Weg zu einer Notunterkunft begleiten kann. Und filmen.

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Aufholen

Es war eiskalt dort. Wenn man ins Schlafzimmer ging, musste man fast rennen, sonst wäre man erfroren. Denn das große, dunkle Haus hatte nur einen einzigen großen Kachelofen im Wohnzimmer, an den man beim Betreten des Raumes die Füße halten konnte. Wir saßen dort mit gut sechs erwachsenen Paaren und den dazugehörigen Kindern, von denen ich eines war.

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