Ulrike Nagel im Podcast „Toen was ik 12” (Damals war ich 12) von NPO Zapp

Ulrike erzählt in der Podcast-Reihe „Damals war ich 12“ vom Leben in der DDR und vom Fall der Mauer. Der Podcast von Willem Wever für Kinder, in dem spannende Geschichten erzählt werden, die wirklich passiert sind. Ulrike Nagel erzählt im Podcast „Damals war ich 12” ihre persönliche Geschichte über das Aufwachsen in Ost-Berlin in der DDR und die Auswirkungen des Falls der Berliner Mauer.

Zusammenfassung dieses Podcasts ↴
  • Jugend in Ost-Berlin [00:34]: Ulrike wuchs in einer typischen grauen Plattenbauwohnung in Ost-Berlin auf. Nach einer Zeit ohne warmes Wasser und Zentralheizung zog ihre Familie in eine neue Wohnung, die damals der Inbegriff von Luxus war. Ostdeutschland war der ärmere Teil Deutschlands, wo alles von den Führern bestimmt wurde und viele Menschen identische Möbel hatten [01:21].
  • Die Teilung Deutschlands [02:05]: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland, einschließlich Berlin, in vier Zonen aufgeteilt, um einen neuen Krieg zu verhindern. Die Sowjetunion kontrollierte Ostdeutschland, was zu einem kommunistischen System führte. Ulrikes Mutter arbeitete in der Nähe der Grenze an der Friedrichstraße, wo Ostdeutsche nicht nach West-Berlin reisen durften und Soldaten die Grenze bewachten [02:57].
  • Der Eiserne Vorhang und die Mauer [03:37]: Ostdeutschland betrachtete den Westen als Feind. Die Grenze wurde mit Zäunen, Stacheldraht und Minenfeldern bewacht. Da viele Menschen zu fliehen versuchten, wurde 1961 plötzlich die Berliner Mauer gebaut, um die Einwohner im Land zu halten [04:12]. Nur zu besonderen Anlässen durfte ein Familienmitglied die Grenze überqueren [05:08].
  • Leben als Kind in der DDR [05:39]: Als Kind bemerkte Ulrike nicht viel von den Einschränkungen, außer dem Mangel an Auswahlmöglichkeiten. Sie erinnert sich an hässliche Brillen, aber auch an viele Spielsachen und Langspielplatten mit Hörspielen, wie zum Beispiel von Pittiplatsch. Pakete aus Westdeutschland mit bunten Kleidern und westlichem Spielzeug wie Barbies waren eine seltene Freude [07:03]. Es gab zwar Intershops, in denen westliche Produkte verkauft wurden, aber die waren teuer [07:51].
  • Essen und Schule [08:19]: Die DDR versuchte, so viel wie möglich selbst zu produzieren. Bananen waren rar, obwohl Ulrikes Vater, der im Transportwesen arbeitete, viele aussortierte Bananen aß [08:39]. In der Schule gab es warme Mahlzeiten; Ulrike erinnert sich an Gerichte wie „Tote Oma” (Blutwurst) und „Senf-Ei” [09:40]. Markenkleidung war in der Schule verboten [11:03].
  • Kontrolle und Sicherheit [11:37]: Der Staat kontrollierte und hörte ab, und die Menschen mussten sich gegenseitig bespitzeln. Journalisten schrieben, was der Staat wollte. Obwohl das Leben für Erwachsene in der DDR nicht schön war, war es für Kinder sehr sicher. Es gab keine Obdachlosen oder Arbeitslosen. Ulrike durfte bereits mit sechs Jahren alleine mit der Straßenbahn zum Schwimmbad fahren [13:55]..
  • Propaganda und Jugendorganisationen [15:03]: Als Teenager wurde das Leben ernster. Ulrike musste Mitglied der Jungen Pioniere werden, einer Jugendorganisation, in der man ein blaues und später ein rotes Halstuch trug. Sie bekamen ein Büchlein mit „zehn Geboten”, darunter die Aufforderung, durch Sport gesund zu bleiben [15:14].
  • Der Fall der Mauer [16:33]: Westliche Einflüsse drangen immer mehr vor. Die Häuser verfielen, und es gab viele Proteste gegen die Reisebeschränkungen. Am 9. November 1989 öffnete sich unerwartet die Grenze in Berlin. Ulrike verschlief die Nachricht, fuhr aber am nächsten Tag mit ihrem Vater und ihrer Urgroßmutter nach West-Berlin. Sie kaufte sich mit 100 Mark „Willkommensgeld” ihre lang ersehnte Barbie und genoss ein Essen bei McDonald’s [19:30].
  • Veränderung und Vermächtnis [20:32]: In einer Nacht veränderte sich das Leben von Ulrike und allen Ostdeutschen völlig. Supermärkte wurden ausgetauscht und Bibliotheken füllten sich mit westlichen Büchern. Ulrike ist dankbar für die Freiheit, die sie jetzt hat, und reflektiert über den Überfluss in der heutigen Gesellschaft. Sie betont, wie wichtig es ist, das zu schätzen, was wir haben [21:34].
Ulrike vertelt in de postcast-serie “Toen was ik 12” over leven in de DDR en over de val van de muur.
Ulrike erzählt in der Podcast-Reihe „Damals war ich 12” vom Leben in der DDR und vom Fall der Mauer.

Toen was ik 12 Podcast logo

Der Podcast von Willem Wever für Kinder, in dem spannende Geschichten erzählt werden, die wirklich passiert sind. Denn manchmal ist man, ohne es zu wissen, Teil eines großen Ereignisses der niederländischen Geschichte. Erstellt von: Lyda van Westen, Andre Broertjes, Maarten Bleumers, Evelien Veldboom, Josephine Hoogland, Robin Peters, Geesje Oostland, Rudy Mackay, Michaël van Putten & Stefan Stasse. Mit besonderem Dank an Jennemiek van Gestel.